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Besteuerung von Kryptowährungen – Wie müssen Gewinne aus Bitcoin, Ether & Co. versteuert werden?

October 7, 2019


Mein Name ist Benjamin Kirschbaum und
wir sprechen heute über die Besteuerung von Kryptowährungen bei Privatanlegern. Ganz einfach die Einkommenssteuer nach
§ 23 Einkommenssteuergesetz, den so genannten privaten Veräußerungsgeschäften. Sie müssen einfach im Rahmen Ihrer Jahressteuererklärung, Ihre Gewinne aus dem Kryptohandel in die
Anlage “Sonstiges” eintragen. Sie ziehen ganz einfach den
Anschaffungspreis vom Veräußerungspreis ab und ermitteln so Ihren Gewinn. Welche Steuer anfällt, berechnet sich nach Ihrem persönlichen Einkommenssteuersatz, also irgendwas zwischen 18 und 45 Prozent plus Soli. Wenn Sie Ihre Kryptowährung für länger als ein Jahr halten, ist der Gewinn komplett steuerfrei. Man muss aber aufpassen bei sog. Proof of Stake Coins oder auch wenn man betreibt, kann es sein, dass sich die Haltefrist im Einzelfall
auf 10 Jahre verlängert. Wenn Sie Mining als Hobby im privaten Bereich betreiben, ist mangels Anschaffung, die spätere Veräußerung, der so erworbenen Kryptowährung, nicht steuerbar. Allerdings müssen Sie aufpassen, da Sie
beim Mining sehr schnell im gewerblichen Bereich sind, und dann die kompletten Mining-Gewinne,
der Steuer zu unterwerfen sind. Bei einer Hard Fork teilt sich eine Blockchain
in zwei Blockchains auf, sodass Sie hinterher zwei Coins haben,
wo Sie vorher nur einen hatten. Jetzt kommt es darauf an, ob Sie den neuen,
den geforkten Coin angeschafft, d.h. entgeltlich von einem Dritten erworben haben. Das ist zumeist im Rahmen der Fork nicht passiert, sodass man sagen kann, dass auch die spätere Veräußerung steuerfrei ist. Allerdings kann man auch vertreten,
dass Sie den Ausgangs-Coin ursprünglich einmal angeschafft haben, und sich diese Anschaffung nun auf die neuen geforkten Coins zurechnen lassen müssen.

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